Der Geruch von Asche und Regen - Leosplace

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Gedichte
Der Geruch von Asche und Regen
    
Fahle Gesichter, grau wie der Asphalt,  
auf dem sie gehen, Massen in Anzügen, mit Aktenkoffer,  
eilenden Schritts in dem Großstadtwald.  
Klötze, die Häuser sind,  
gedankenlos hingeworfen, wie Würfel, auf dem Spielbrett des Lebens,
die Spieler sind stumm, die Spieler sind blind.  

 
Starrer Blick gen Boden, so ziehen sie los
Marionetten ohne Fäden, die sich Gesellschaft nennen,
mit schwarzen Schuhen, ohne Spuren zu hinterlassen,
zur Arbeit und in die Büros.
Man raucht, man schreibt, man trinkt,
spricht über Banalitäten, stundenlang,
den ganzen Tag bis abends dann
sie schon wieder vergessen sind.  

 
Täte sich der Boden auf, und stürzte alles ein,
verschwände alles gar und ganz, dann zerspränge der Schein
vom zivilisierten Glanz,
wir ständen vor dem Nichts, endlos und groß, und sähen hinein
in den Spalt von dem was wir waren
oder vorgaben zu sein.


 
Copyright 2018. Alle Rechte vorbehalten
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü